Wien wurde zur saubersten Stadt Europas gekürt. Und das alles dank dem Bewusstsein und dem Bestreben der Wiener, ihr Leben zu verbessern. Die Geschäfte und Gastronomiebetriebe der Stadt setzen auf Umweltfreundlichkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Wie ihnen das gelingt, erfahren Sie hier auf viennaname.eu.
Öko-Shopping

T-Shirts aus Naturstoffen, Shampoos, die ohne Tierversuche hergestellt wurden, Äpfel vom Bio-Bauernhof – all das findet man in Wien. In der Stadt gibt es eine Vielzahl von Geschäften, in denen man mit gutem Gewissen einkaufen kann. Das Geschäft „Greenground“ verkauft Bio-Kleidung und Accessoires, die nach den Prinzipien ökologischer Verantwortung hergestellt werden. Auch im Geschäft „GuterStoff“ werden T-Shirts angeboten, die umweltschonend produziert wurden.
Der Bekleidungshersteller „Rawfiction“ präsentiert seine Mode ohne Verwendung von Plastik im Material und in der Verpackung. Die Wiener Designermarke „Maronski“ entwirft ebenfalls stilvolle Stücke aus reinen, zertifizierten Materialien. Das Designerlabel „Margaret and Hermione“ näht wunderschöne Badeanzüge aus recycelten Fischernetzen. Und im Atelier „Wiener Konfektion“ werden aus wiederverwerteten alten Stoffen neue Stücke kreiert.
Im Geschäft „Herr und Frau Klein“ findet sich eine große Auswahl an ökologischer Kleidung für Kinder. Die österreichische Designerin Lena Hoschek verwendet bei ihrer Arbeit ausschließlich natürliche Materialien. Die Designerin legt besonderen Wert auf die Auswahl der Stoffe.
Dasselbe gilt für Geschäfte, die Körperpflegeprodukte verkaufen. Die „Saint Charles Cosmothecary“ bietet natürliche Pflegekosmetik an, die hohen ökologischen und ästhetischen Ansprüchen gerecht wird. Bei „Stattgarten“ gibt es eine riesige Vielfalt an Kosmetikprodukten, die Umweltfreundlichkeit in sich vereinen.
Das Unternehmen „Wiener Seife“ verzichtet bei der Herstellung seiner Naturseifen gänzlich auf künstliche Zusatzstoffe und Konservierungsmittel, wodurch die Produkte 100% umweltfreundlich sind.
Die „Manufaktur Lederhaas“ verwendet für die Herstellung von Kosmetika und Parfums Rohstoffe, die auf ökologisch reinen Plantagen angebaut werden.
Kampf gegen den Müll

Zero-Waste-Unternehmen wie „Lunzer’s Maß-Greißlerei“, „Warenhandlung“, „Lieber Ohne“ und „Der Greißler“ haben dem Müll den Kampf angesagt. Sie bieten an, Lebensmittel unverpackt oder in speziellen Pfandbehältern zu kaufen.
Das Unternehmen „Gabarage Upcycling Design“ verwandelt ausgediente U-Bahn-Rolltreppen in wunderschöne Bänke, aus Filmdosen werden Hocker gefertigt und alte Drähte zu Armbändern geflochten.
Auch die Stadtverwaltung Wien bleibt nicht untätig und unternimmt große Anstrengungen im Kampf gegen den Müll. Stand 2020 wurden in der Stadt 220.000 Container für die getrennte Sammlung von Wertstoffen aufgestellt, zudem gibt es rund 14 Mistplätze zur Müllannahme.
Gut erhaltene Gegenstände, die von den Menschen auf den Mistplätzen abgegeben werden, holt der Second-Hand-Laden „48er-Tandler“ ab und verkauft sie weiter.
Ausschließlich biologische Lebensmittel

In verschiedenen Supermärkten und Geschäften finden sich leicht Lebensmittel mit „Bio“-Zertifikat. Jedes Wochenende findet auf dem Platz „Freyung“ ein Bauernmarkt statt, auf dem lokale Landwirte ihre Produkte anbieten.
Zahlreiche Produzenten von umweltfreundlichen Lebensmitteln versammeln sich täglich auf dem „Naschmarkt“. Jeden Samstagmorgen werden auf dem „Karmelitermarkt“ Gemüse, Kräuter, Fisch und Fleisch mit „Bio“-Kennzeichnung verkauft.
Die Vielfalt der Bio-Bäckereien in der Stadt ist erfreulich. „Joseph Brot vom Pheinsten“ verwendet für das Backen von Brot und Gebäck ausschließlich 100% biologische Zutaten. So haben die Menschen die Möglichkeit, einen Öko-Roggenstriezel mit Honig und Lavendel, gesundes Gebäck, Kuchen und vieles mehr zu wählen.
„Kornradl“ verwendet für die Herstellung seiner Backwaren Vollkornmehl und ausschließlich natürliche Zutaten, und die Bestellungen werden den Kunden mit dem Fahrrad zugestellt.
Regionale Produktion

Das Unternehmen „Hut & Stiel“ züchtet Pilze und verwendet dafür Kaffeesud aus Wiener Kaffeehäusern. Die Ernte wird mit dem Fahrrad an lokale Restaurants geliefert, wo sie zu Pasteten und Saucen verarbeitet wird.
Auf den Dächern Wiens leben zahlreiche Bienenvölker. In der warmen Jahreszeit fliegen rund 200 Millionen Bienen durch die Stadt. Hotelbesitzer bieten Bienenstöcken Unterschlupf, ein leuchtendes Beispiel dafür sind Betriebe wie das „Hotel Daniel Wien“, das „Grand Hotel Wien“ und das „InterContinental“.
In den städtischen Parks finden Bäume, Sträucher und Blumen gute Lebensbedingungen. Viele Stadtbewohner begrünen aktiv ihre Dächer und Balkone.
Auch die Wiener Winzer bemühen sich, biologische Produkte herzustellen. So werden beispielsweise auf dem Weingut „Wieninger“ Trauben nach biodynamischer Technologie angebaut und anschließend gemäß den Qualitätsanforderungen verarbeitet.
Die Hauptstadt Österreichs ist die einzige Millionenmetropole der Welt, in der Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen betrieben wird. Im Durchschnitt werden hier jährlich etwa 2,4 Millionen Liter Wein produziert.
In Wien entwickelt sich der Ökotourismus aktiv. Umweltfreundliche Unterkünfte werden mit einem speziellen Zeichen gekennzeichnet, das darauf hinweist, dass hier energiesparend gewirtschaftet und Abfallvermeidung angestrebt wird.
