Die Therme Wien ist das größte und modernste Thermal-Spa-Areal in ganz Österreich. Sie ist weit mehr als eine Ansammlung von Mineralwasserbecken, sondern ein umfassender, integrierter Ort, der Gesundheit, Erholung und Spaß für die gesamte Familie bietet. Die Therme Wien bietet ein deutlich umfangreicheres Erlebnis als ein traditionelles Thermalbad. Hier finden Sie eine luxuriöse Thermal-Badelandschaft und eine gemütliche Saunawelt für tiefgreifende Entspannung. Darüber hinaus kümmert sich der Komplex um aktive Erholung für Erwachsene und Kinder gleichermaßen. Mehr dazu auf viennaname.eu.

Ein Gesamtüberblick über die Therme Wien
Die Therme Wien ist das Vorzeigemodell eines modernen europäischen City-Spa. Sie gilt als das größte und umfassendste Zentrum für Entspannung und Gesundheit in Österreich. Meisterhaft vereint sie die heilende Kraft der Thermalquellen mit einem breiten Spektrum an Wellness- und Gesundheitsdienstleistungen.
Diese riesige Wellness-Oase erstreckt sich über eine Fläche von rund 75.000 Quadratmetern. Sie bildet ein integriertes System, das Thermalbecken, eine luxuriöse Saunawelt, umfangreiche Wellness-Angebote und ein spezialisiertes medizinisches Zentrum umfasst.
Der Komplex liegt im Stadtteil Oberlaa, der zum 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten gehört. Diese Lage bietet eine ideale Verkehrsanbindung zum Stadtzentrum. Die Therme Wien befindet sich direkt bei der Endhaltestelle „Oberlaa“ der U-Bahn-Linie U1, was sie für Wiener und Gäste gleichermaßen leicht zugänglich macht. Die Therme Wien ist der perfekte Ort, um dem städtischen Trubel zu entfliehen und ganz in die Wiederherstellung von Kraft und Gesundheit einzutauchen.

Die Entdeckung der Quelle und der Beginn der Heilnutzung
Die Geschichte der Therme Wien ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus einem technischen Misserfolg ein echter Segen für die Stadt entstehen kann. Der Weg von der zufälligen Entdeckung der Schwefelquelle bis zum Bau des größten Spa-Komplexes Österreichs war lang und zielstrebig.
Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1934 zurück, als in Oberlaa Bohrungen stattfanden. Anstelle von „schwarzem Gold“ stießen die Bohrarbeiter auf eine heiße Schwefeltherme (Schwefelquelle Oberlaa). Das Interesse an Thermalwasser war zu dieser Zeit jedoch gering, weshalb die Bohrung versiegelt wurde. Sie blieb für mehrere Jahrzehnte ungenutzt.
Die Situation änderte sich Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1965 beauftragte die Stadt Wien eine erneute Untersuchung der Quelle, nachdem sie deren therapeutisches Potenzial erkannt hatte. Dieses Interesse führte zur Gründung der Kurbetrieb Heilquelle Oberlaa GmbH am 20. Dezember 1968, einer Tochtergesellschaft der Wien Holding. Bereits im Oktober 1969 begann an einer provisorischen Station der aktive Kurbetrieb. Täglich wurden 300 bis 400 Behandlungen durchgeführt, was die hohe Nachfrage nach dem Heilwasser bestätigte.

Wiederbelebung und moderne Infrastruktur
Im Februar 2009 begann die Bohrung einer weiteren Quelle, um die Kapazitäten des einzigartigen Wassers zu erweitern. In einer Tiefe von etwa 900 Metern wurde erfolgreich eine zweite Quelle erschlossen, deren Wasser eine Temperatur von etwa 47 °C aufweist.
Anschließend begann der großflächige Bau des neuen Komplexes. Die Therme Wien in ihrer heutigen Form wurde am 27. September 2010 feierlich eröffnet. Sie ersetzte und modernisierte die alten Einrichtungen des Kurzentrums Oberlaa.
Die Qualität und Innovationskraft der neuen Therme Wien fanden rasch internationale Anerkennung. Bereits 2011 belegte der Komplex bei den European Health & Spa Awards den ersten Platz in der Kategorie „Bestes Thermal Spa“ und den dritten Platz in der Kategorie „Bester Wellness-Kurort“. Im November desselben Jahres erhielt die Therme Wien den renommierten „EWA Marketing Award 2011“ für das beste Marketing. So wurde der Zufallsfund von 1934 zu einem echten Maßstab für den Gesundheitstourismus.
Die Infrastruktur der Therme Wien
Die Infrastruktur der Therme Wien ist als ganzheitliches Ökosystem konzipiert, das therapeutische, sportliche und unterhaltende Elemente auf einer Fläche vereint, die allen Bedürfnissen gerecht wird.
Das Herzstück des Komplexes ist die beeindruckende Wasserfläche von rund 4.000 Quadratmetern mit 26 verschiedenen Becken. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: von Sportbecken für aktives Schwimmen über spezielle Kinderbereiche bis hin zu zahlreichen Thermalbecken. Diese sind sowohl innen als auch außen zugänglich, sodass das heilende Wasser unabhängig von der Jahreszeit genossen werden kann.

Ergänzt wird dieses Bild durch die Saunalandschaft, die sich über rund 3.000 Quadratmeter erstreckt. Sie bietet Gästen eine Vielfalt an Saunen und Dampfbädern und schafft ideale Bedingungen für tiefe Entgiftung und Entspannung.
Das Gesundheitszentrum Therme Wien Med nimmt etwa 6.000 Quadratmeter ein und ist ein klinisch orientierter Bereich. Es stellt rund 200 Betten für therapeutische Anwendungen bereit, die von einem Team von etwa 100 hochqualifizierten medizinischen Fachkräften durchgeführt werden. Hier können Gäste spezialisierte Physiotherapie und Rehabilitationsdienstleistungen in Anspruch nehmen.
Für die körperliche Fitness ist ein Fitnesscenter auf einer Fläche von rund 1.200 Quadratmetern ausgestattet. Es bietet moderne Geräte für Cardio- und Krafttraining sowie Raum für Gruppentrainings.
Der Komplex überrascht zudem ständig mit speziellen Bereichen, die das Erholungserlebnis steigern. Dazu gehört eine einzigartige Bibliothek in der Saunawelt, die das Lesen mit der Entspannung verbindet. Andere Zonen, wie der „Stein der Ruhe“, zahlreiche Entspannungsbereiche und die wunderschön gestaltete Grünanlage, schaffen die Atmosphäre einer wahren städtischen Oase.

Heilende Eigenschaften der Thermalwässer
Das Herzstück der Therme Wien sind die Schwefelheilquellen Oberlaa, die zu Recht als eine der stärksten Heilquellen in ganz Europa gelten. Das heiße Wasser tritt artesisch aus einer Tiefe von bis zu 900 Metern an die Oberfläche.
Das Thermalwasser enthält Natrium, Kalzium, wertvolle Sulfate und Chloride sowie Schwefelverbindungen. Sein außergewöhnlicher therapeutischer Wert ergibt sich aus dem hohen Gehalt an zweiwertigem Schwefelwasserstoff. Die Heilwirkung des Wassers basiert auf der alten Weisheit: „Was Kalzium für die Knochen, ist Schwefel für die Knorpel.“
Die Schwefeltherapie ist hochwirksam bei der Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates und Rheuma. Sie fördert aktiv die Knorpelneubildung in Gelenken, Kniegelenken und Bandscheiben. Dies ist von entscheidender Bedeutung, da Störungen des Knorpelstoffwechsels zum Verlust der „Gelenkschmierung“ und daraufhin zu degenerativen Veränderungen führen. Schwefelbäder (mit einer Dauer von bis zu 20 Minuten) wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd.
Dank ihrer Eigenschaften wird das Wasser auch zur Behandlung chronischer Hautkrankheiten, insbesondere Psoriasis und Neurodermitis, eingesetzt. Das Therme Wien Med Zentrum bietet eine einzigartige Balneo-Phototherapie an, die ein Schwefelbad mit einer sofortigen UVB-Lichttherapie kombiniert – eine wirksame medikamentenfreie Methode.
Darüber hinaus wird dieses Wasser für Physiotherapie und Rehabilitation nach Operationen genutzt. Bewegungstherapie im Schwefelwasserbecken hilft, Nervenstrukturen zu mobilisieren. Die Gesamtwirkung der Heilquelle wird durch physikalische Mechanismen verstärkt: Wärme entspannt die Muskulatur, der Auftrieb reduziert die Gelenkbelastung und die Entspannung senkt das Stressniveau. Infolgedessen stärkt die Therapie das Immunsystem und erhöht die Schmerzgrenze.

Umweltinnovationen der Therme Wien
Die Therme Wien ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein großer Wellnesskomplex erfolgreich die Prinzipien der Energieeffizienz und ökologischen Verantwortung in seinen Betrieb integrieren kann. Der Komplex arbeitet aktiv an der Reduzierung seines CO2-Fußabdrucks und der effizienten Energienutzung, wodurch Umweltschutz zu einem integralen Bestandteil seines Service wird.
Im Zentrum der ökologischen Strategie der Therme Wien steht die kluge Nutzung natürlicher Ressourcen. Der Komplex nutzt maximal die Geothermie der eigenen Quellen und setzt Wärmepumpen zur Optimierung der Heizung und Warmwasserversorgung ein. Darüber hinaus wird der Abwärme aus den Becken (Waste Heat) große Aufmerksamkeit geschenkt. Diese Restwärme wird wieder zur Beheizung von Räumen und Wasser genutzt, was die CO2-Emissionen deutlich senkt und die Abhängigkeit von externen Energiequellen minimiert. Zusätzlich ist der Komplex an das Fernwärmenetz angeschlossen, was zusätzliche Stabilität gewährleistet.
Seit 2024 hat die Therme Wien einen bedeutenden Schritt in Richtung Eigenversorgung mit Strom gemacht. Auf dem Dach des Komplexes wurde eine großflächige Photovoltaikanlage (Solarpaneele) in Betrieb genommen. Dieses System leistet einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtenergieversorgung des Komplexes.
Dank dieser innovativen Ansätze, die Teil des Konzepts der Vamed Vitality World sind, beweist die Therme Wien, dass luxuriöse Erholung und Wellness-Service Hand in Hand mit dem Klimaschutz und der rationellen Energienutzung gehen können.
Quellen: www.thermewienmed.at, www.wienholding.at, www.vitality-world.com, www.kittenberger.at
