Der Wiener Stadtpark ist eine grüne Oase im Herzen der Stadt, die eine Vielzahl von Denkmälern, Skulpturen sowie einzigartigen Blumen und Bäumen beheimatet. Täglich kommen Menschen hierher, um frische Luft zu atmen, sich zu entspannen und Freunde zu treffen. Dieser malerische Ort hat eine interessante Geschichte, über die Sie mehr auf viennaname.eu erfahren.
Wie der Park entstand

Im Jahr 1860 begannen die Arbeiten zur Errichtung des Stadtparks auf einem Areal, das Kaiser Franz Joseph der Stadt geschenkt hatte. Die Schaffung des Stadtparks war das größte Projekt, das die Stadtverwaltung im Bereich der Ringstraße umsetzen konnte. Die Arbeiten gestalteten sich nicht einfach; während der Umsetzung des Projekts traten verschiedene Schwierigkeiten auf.
Ein 1861 durchgeführter Wettbewerb zur Gestaltung des Parks brachte kein zufriedenstellendes Ergebnis. Daraufhin beauftragte August Zang, der Vorsitzende des Stadtpark-Komitees des Gemeinderats, den Landschaftsmaler Josef Selleny mit der Planung.
Sellenys 1861 vorgestellter Plan stieß wegen der hohen Kosten auf heftige Kritik. Selleny stellte sich einen Garten mit prachtvollen Blumenbeeten verschiedenster Pflanzenarten, bezaubernden Landschaften, verschlungenen Wegen, Wasserfällen und großen Teichen vor. Die Stadtverwaltung zögerte, Sellenys Entwurf anzunehmen.
Mit der Bepflanzung wurde der Stadtgärtner Rudolf Siebeck betraut, der auch Korrekturen an Sellenys Plan vornahm.
Parallel zum Baubeginn im Jahr 1862 begann der Gemeinderat mit der Ausgestaltung der Grünfläche. Die Zeitung „Morgen-Post“ berichtete, dass das Komitee des Stadtrats einen prächtigen Pavillon erworben hatte, der über viele Jahre in der Salm’schen Eisengießerei auf Bestellung gefertigt worden war.
Im Juni 1862 wurde der Pavillon östlich des Teichs anstelle der von Selleny geplanten Grotte aufgestellt. Im August, kurz vor der Eröffnung des Parks, begannen die Arbeiten zur Verlegung eines Mosaikbodens.
Die feierliche Eröffnung des Stadtparks fand im August 1862 statt. Der Stadtpark wurde zu einem der ersten öffentlichen Parks der Stadt, in dem sich Bürger aus allen Gesellschaftsschichten trafen.
Im Jahr 1863 wurde am rechten Ufer des Wienflusses der sogenannte Kinderpark angelegt, der durch die eiserne Karolinenbrücke mit dem Stadtpark verbunden wurde.
1867 erbaute Johann Garben am linken Ufer den Wiener Kursalon im Stil der italienischen Renaissance. Heute ist der Kursalon einer der beliebtesten Konzertsäle, in dem angesagte Club-Events und Bälle stattfinden.
Der Park heute

Der heutige Stadtpark zieht unzählige Menschen an. Viele kommen hierher, um sich zu erholen, für sich zu sein oder einfach die Schönheit der Natur zu genießen.

Im Stadtpark befinden sich das berühmte Strauss-Denkmal, eine wunderschöne Blumenuhr, prächtige Beete, weite Rasenflächen und eine Vielzahl exotischer Bäume. Es ist bemerkenswert, dass einige Bäume des Stadtparks – wie der Ginkgo, die Pyramidenpappel und die Kaukasische Flügelnuss – unter Naturschutz stehen. Dies trägt dazu bei, dass der Park eine wunderschöne grüne Oase im Herzen der Stadt ist.
Der Stadtpark erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 95.000 Quadratmetern. Die Alleen des Parks auf der Seite der Ringstraße bieten einen guten Lärmschutz vor dem Verkehr. Die Bepflanzung des Parks ist so konzipiert, dass sie das ganze Jahr über blüht.
Zu den Hauptattraktionen des Ortes zählen der Springbrunnen, der Teich mit seiner Vogelinsel und die Denkmäler berühmter Persönlichkeiten.
Für Kinder wurde im Stadtpark ein riesiger Spielplatz eingerichtet, der Spielgeräte sowie Baseball- und Fußballfelder umfasst.
Seit 2008 findet auf dem Gelände des Stadtparks jährlich am Muttertag das Genuss-Festival statt. In mehr als 170 Zelten verkaufen Produzenten aus allen neun Bundesländern ihre Erzeugnisse.
Im Jahr 2012 legten Anrainer im Stadtpark einen Obstgarten an. Auf einer Fläche von 1000 m² pflanzten sie zahlreiche Obstbäume wie Apfel-, Birnen-, Pfirsich- und Kirschbäume sowie Beerensträucher. Alle Parkbesucher dürfen die Früchte ernten.
