Setagayapark

Park · Wien · ⭐ 9.3/10 · 5129 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 15:52:24

Adresse: Gallmeyergasse 4, 1190 Wien, Österreich

Setagayapark — ein Stück Japan in Döbling

Hinter einer mannshohen Mauer im 19. Bezirk öffnet sich auf nur 4.700 Quadratmetern eine andere Welt: Wasser rauscht über Kaskaden in einen Teich, Steinlaternen stehen im Moos, und über allem liegt jene Stille, die japanische Gärten so unverwechselbar macht. Der Setagayapark ist Wiens intimster Garten — und ein Geschenk aus Tokio.

Höhepunkte

  • Teehaus — Herzstück der Anlage, in dem gelegentlich traditionelle Teezeremonien stattfinden.
  • Bambustor im Tokusabari-Stil — gestaltet nach dem Vorbild der Villa Shugakuin bei Kyoto.
  • Wasserfall und Teich — eine Quelle speist Kaskaden, die in ein Becken mit Seerosen münden.
  • Steinlaternen, Pagode und Stupa — Originalstücke, gestiftet aus dem Tokioter Bezirk Setagaya.
  • Furō-mon — das Steinmonument „Tor zur ewigen Jugend“ mit japanischen Schriftzeichen.
  • Kirschblüte und Magnolien — japanische Gehölze, sorgfältig mit heimischen Arten kombiniert.

Was dich erwartet

Der Garten folgt einem klassischen Rundweg: Jeder Schritt gibt ein neues, bewusst komponiertes Bild frei. Das Gelände ist klein, aber so geschickt modelliert, dass die Stadt draußen völlig verschwindet.

  • Zwei Holzbrücken, eine davon gewölbt, führen über das Wasser.
  • Fische, Schildkröten, Frösche und Enten bevölkern den Teich.
  • Bambushaine, Moosflächen und exakt geschnittene Formgehölze.
  • Sorgfältig gesetzte Steine und Trittplatten statt breiter Alleen.
  • Eine Gedenktafel für Joseph Laska, Pionier der westlichen Musik in Japan.

Aktivitäten — und für wen

  • Ruhesuchende — eine halbe Stunde auf einer Bank ersetzt hier einen langen Spaziergang.
  • Fotografinnen und Fotografen — Kirschblüte im Frühling, Ahornrot im Herbst, immer weiches Licht.
  • Japan-Interessierte — Gartenkunst, Teekultur und Symbolik zum Anschauen statt Nachlesen.
  • Paare — der wohl romantischste kleine Garten der Stadt, ideal für einen stillen Nachmittag.
  • Gäste mit wenig Zeit — kompakt genug für einen kurzen Abstecher zwischen zwei Terminen.

Anfahrt & Praktisches

Der Garten liegt im 19. Bezirk, Döbling. Mit der U4 bis Heiligenstadt und weiter mit Bus 10A oder 39A; alternativ mit der Straßenbahnlinie 37 ab Schottentor. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist von 1. März bis 30. November, täglich ab 7 Uhr — im März bis 18 Uhr, im April und September bis 20 Uhr, von Mai bis August bis 21 Uhr, im Oktober bis 19 Uhr und im November bis 17 Uhr. Von 1. Dezember bis Ende Februar sowie bei winterlichen Verhältnissen bleibt der Park geschlossen. Der Zugang ist barrierefrei, Hunde sind nicht erlaubt. Für einen Besuch reichen 30 bis 45 Minuten.

Wann besuchen

Die Kirschblüte im April ist der große Moment — dann allerdings auch der besucherstärkste. Wer den Garten für sich haben möchte, kommt am frühen Vormittag unter der Woche. Der Herbst mit Ahornfärbung ist die ruhigere, farblich fast noch schönere Alternative.

Gut zu wissen

1984/85 schlossen Döbling und Setagaya, ein Bezirk von Tokio, ein Freundschafts- und Kulturabkommen — daraus entstand die Idee des Gartens. Entworfen hat ihn der japanische Gartenarchitekt Ken Nakajima (1914–2000); gebaut wurde von 1990 bis 1992, die Eröffnung folgte im Mai 1992. Teehaus, Pagode, Steinlaterne und Eingangsbereich sind Geschenke aus Setagaya. Die Anlage erinnert zugleich an 120 Jahre österreichisch-japanischer Beziehungen, deren Vertrag 1869 unterzeichnet wurde.

Besuchertipps

  • Nur die befestigten Wege benutzen — die Moos- und Grünflächen sind Teil der Gestaltung.
  • Hunde müssen draußen bleiben; in der Umgebung gibt es ausgewiesene Hundezonen.
  • Bei angekündigtem Winterwetter vorher prüfen, ob geöffnet ist — der Garten sperrt dann kurzfristig zu.

Fragen & Antworten

Kostet der Eintritt etwas? Nein, der Besuch ist kostenlos.

Ist der Park im Winter offen? Nein. Von 1. Dezember bis einschließlich Ende Februar und bei winterlichen Verhältnissen bleibt er geschlossen.

Wie groß ist der Garten? Rund 4.700 Quadratmeter — eine bewusst kompakte Anlage.

Darf ich meinen Hund mitnehmen? Nein, Hunde sind im Setagayapark nicht erlaubt.

Wer hat den Garten gestaltet? Der japanische Gartenarchitekt Ken Nakajima, gebaut 1990 bis 1992.

Gibt es Teezeremonien? Im Teehaus finden gelegentlich traditionelle Zeremonien statt — sie sind nicht durchgehend im Programm.

Gästebewertungen

  1. Julia Vavilova

    Ein wunderbarer, gemütlicher Ort. Die Sakura hat diesem Spaziergang Freude, Märchenhaftigkeit und Zauber verliehen. Besuchen Sie diesen Ort unbedingt))

  2. Лариса Морозенко

    Leider ist die Sakura schon verblüht, nur einzelne Zweige blühen noch. Es gibt einige Magnolien, die man noch anschauen und fotografieren kann.
    Der Park selbst ist ziemlich klein. Es sind schon nicht mehr viele Menschen…

  3. Олена Середа

    Eine nette, winzige Ecke im japanischen minimalistischen Stil. Ein Ort der Ruhe und Stille. Hier habe ich zum ersten Mal im Leben Lotusblüten gesehen.

  4. Elina Art

    Der japanische Setagayapark ist ein kleiner, ruhiger japanischer Garten mit verschiedenen Bäumen und einem Fischteich im Zentrum von Wien. Der Park ist von April bis Oktober für Besucher geöffnet.
    Wir haben ihn im Frühli…

  5. Эльвира Штанько

    Ein japanischer Park im 19. Bezirk von Wien, sehr klein, aber sehr gemütlich.
    Auf dem Gelände gibt es einen Teich mit schönen großen Fischen und Schildkröten, ein japanisches Häuschen und verschiedene Arten von Pflanzen…

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 15:52:24

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: viennaname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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