Wien gilt als die grünste und sauberste Stadt Europas. Hier gibt es praktisch keine Mülldeponien, und das Wasser kann direkt aus der Leitung getrunken werden. All dies ist dem Umweltbewusstsein der Bürger und der Stadtverwaltung zu verdanken, die aktiv verschiedene Programme zum Schutz der Umwelt und zur Verbesserung der Lebensqualität umsetzt, schreibt viennaname.eu.
Begrünung – die Grundlage für ein gutes Klima

Bei einem Spaziergang durch Wien fallen einem Dutzende kleiner grüner Oasen auf: begrünte Hausfassaden, mit Blumen bepflanzte Bushaltestellen, mit Kletterpflanzen geschmückte Innenhöfe und Tausende von Bäumen. All dieses Grün absorbiert Kohlendioxid, dämmt Lärm, filtert Staub und bietet einen günstigen Lebensraum für Vögel und Kleintiere.
Die Umsetzung des Projekts „Grün auf Augenhöhe“ hat dazu geführt, dass in Wien unzählige Blumenbeete mit hitzebeständigen und pflegeleichten Pflanzen entstanden sind.
Im Jahr 2022 erhielt Wien den „World City Prize“ für Entwicklung und Umweltschutz. Laut der Beratungsgruppe „Resonance Consultancy“ gilt die österreichische Hauptstadt aus folgenden Gründen als die grünste Stadt:
- Die Hälfte der Stadt ist eine Grünfläche, das heißt, Parks und Erholungsgebiete finden sich an jeder Ecke.
- Der öffentliche Verkehr ist so gut ausgebaut, dass der Großteil der Stadtbewohner ihn nutzt.
- Rund ein Drittel der von der Stadt benötigten Energie stammt aus erneuerbaren Quellen.
Wien unterscheidet sich von anderen europäischen Städten durch seine vielen Grünflächen, die auch als „Lunge des Planeten“ bezeichnet werden. Parks wie der „Volksgarten“ und der „Burggarten“ im Zentrum der Metropole verbessern nicht nur das Klima, sondern sorgen auch für ein angenehmes Leben der Bürger.
Es sei darauf hingewiesen, dass zwei Drittel der Wiener nur etwa 250 Meter von einer Grünzone entfernt leben.
Nachhaltige Entwicklung in vielerlei Hinsicht

Die Stadt setzt eine Vielzahl von Projekten um, die auf die Verbesserung der Ökologie und den Schutz der Umwelt abzielen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt.
Nur 37 % der Einwohner besitzen ein eigenes Auto; die meisten bevorzugen Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel. In der Stadt verkehren Hunderte von Taxis mit Hybrid- oder Gasantrieb, die die Umwelt überhaupt nicht belasten, und die Fahrpreise sind die gleichen wie im regulären öffentlichen Verkehr.
Die Stadtverwaltung legt besonderen Wert auf die Entwicklung von Photovoltaikanlagen, großen Wärmepumpen und Geothermie. Ihren Plänen zufolge soll Wien bis 2040 eine klimaneutrale Stadt werden.
Ein Beispiel für die Umsetzung dieses Plans ist das Einkaufszentrum „The Mall“, das mit einer Solaranlage ausgestattet ist. Darüber hinaus werden rund 130 Haushalte über Photovoltaikmodule mit Strom versorgt.
Auch das Projekt des städtischen Gärtnerns (Urban Gardening) kann als großer Erfolg gewertet werden. An vielen Orten in Wien sind gute Fortschritte bei der Entwicklung von Flächen zu beobachten.
Besonders hervorzuheben ist der ordnungsgemäße Umgang der Stadt mit Abfällen. Der Müll wird sortiert und verwertet. Die Behörden scheuen hierfür keine Kosten, denn die vorrangige Aufgabe ist es, die Abfallmenge zu reduzieren und die Umweltauswirkungen zu verringern.
Hotels und Restaurants leisten ebenfalls ihren Beitrag zum Umweltschutz. Dies zeigt sich in der Begrünung von Gebäudefassaden und der Installation von erneuerbaren elektrischen Systemen.
Nicht weniger wichtig für die Verbesserung der Ökologie in der Stadt ist der Schutz des Grüngürtels, der eine lange Tradition hat. Erstmals wurde dieser 1905 unter Schutz gestellt. Seitdem werden die Schutzgebiete ständig erweitert. Im Jahr 2020 verabschiedeten die Verantwortlichen die „Wiener Wald- und Wiesen-Charta“, die weiterhin erfolgreiche Ideen zum Schutz von Wiesen, Gewässern und Wäldern umsetzt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ökologie Wiens ein Vorbild für die ganze Welt ist.
